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Samsung UE 46 C 7700
Sehr geehrte Damen und Herren, Vorhang auf für eine Weltpremiere: Televisions.de hat den ersten 3D-Massenmarkt-Fernseher der Welt getestet! Dieser stammt von Samsung, kostet laut Liste 2.500 Euro und hört auf den Namen UE 46 C 7700. Ob dieses Geld gut angelegt ist, zeigt unser ausführlicher Test.
Getestet von Florian Friedrich am 9. April 2010
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3D-Darstellung möglich
USB-Aufnahmefunktion
Universaltuner mit CI+
tolle Bewegungsschärfe bei Video
saubere 24p-Darstellung (auch bei 60-Hz-Zuspielung)
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dezenter Farbstich in der Voreinstellung „Film“
schwache Bildhomogenität
stark vom Blickwinkel abhängig
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3D ist eine feine Sache, wenn sie so gut wie hier gelingt – von kleinen Schwächen einmal abgesehen. Darüber hinaus ist der Samsung UE 46 C 7700 ein hervorragender 2D-Fernseher, der mit hoher Bewegungsschärfe, einer guten Videoverarbeitung und umfangreicher Ausstattung punktet. Abzüge gibt’s allerdings für die mäßige Bildausleuchtung und den eingeschränkten Blickwinkel.
Wichtigste Anschlüsse:
4x
1x
2x
Vorwort
Edel, edel: Der Samsung gefällt auf den ersten Blick. Nur der Standfuß ist Geschmackssache.
Sie haben es längst mitbekommen: Das Zauberwort des Jahres heißt 3D! Und zwar nicht nur im Kino und nicht nur bei „Avatar“, sondern bei immer mehr Filmen und vor allem auch im Heimkino. Viele große TV-Hersteller – Samsung, Panasonic, LG, Sony oder Philips – bringen in diesem Jahr ihre ersten 3D-Fernseher auf den Markt, um vom großen 3D-Kuchen auch ein Stückchen abzubekommen. Televisions.de wetzte die Kuchengabeln und stürzte sich aufs erste 3D-Häppchen (Vorseriengerät), den 46 Zoll großen Samsung UE 46 C 7700, der einen Listenpreis von 2.500 Euro hat.
Multimedia
Gerade mal 27 Millimeter tief und damit ultraflach: der UE 46 C 7700 in der Seitenansicht.
Doch konzentrieren wir uns zunächst auf die Multimedia-Ausstattung des Südkoreaners, schließlich ist hier einiges geboten. So spendierten die Entwickler der 7700er-Serie zum Beispiel „Internet@TV“, also die Möglichkeit, mit dem Fernseher auf einer speziellen Samsung-Internetplattform im Netz zu surfen. Samsung gab erst kürzlich bekannt, mit mehr Kooperationspartnern als früher zusammenzuarbeiten und die Plattform zu renovieren.
Toll finden wir auch die Möglichkeit, über USB TV-Sendungen aufnehmen zu können, laut Samsung sollen sich die Aufnahmen samt Time-Shift (zeitversetzte Aufnahme) auf einem USB-Stick oder einer USB-Festplatte speichern lassen. Außerdem kann man auch HD-Videodateien über die USB-Schnittstelle und per Netzwerk-Streaming abspielen, was auch bei TS-Dateien, wie sie von Set-Top-Boxen erzeugt werden, funktioniert. Testen konnten wir das Ganze allerdings nicht, da diese Funktionen zum Testzeitpunkt noch nicht funktionierten.
Sonstige Ausstattung und Handhabung
Neues Design: Die Fernbedienungen sehen anders aus als früher.
Hier sticht zunächst der Universaltuner für DVB-T, -C und -S ins Auge, was den Samsung zum perfekten Allrounder für alle Empfangswege macht. Auch ein CI+-Schacht ist an Bord, lediglich ein HD+-Modul zur Entschlüsselung von RTL HD & Co. ist derzeit noch nicht verfügbar.
Tüftler werden sich über zahlreiche Bildeinstellungsmöglichkeiten freuen. Sie finden zum Beispiel einen elektronischen Farbfilter, der eine exakte Einstellung der Farbsättigung ohne Filterfolie erlaubt. Die Farbbalance kann mittels eines RGB-Offset/Gain-Reglers eingestellt werden, und auch auf Gamma, Farbumfang, Bewegungsverarbeitung und Lichtsensor kann man Einfluss nehmen, wenn man möchte.
Wenig Platz: Aufgrund der ultraflachen Bauweise braucht man für die allermeisten Buchsen Adapter. Einzige Ausnahmen: HDMI und CI.
Das Menü wirkt insgesamt etwas zu verschachtelt, punktet aber mit flotten Reaktionen und vielen Rückmeldungen: Es informiert über das Bildformat und die Auflösung von TV-Sendern. Auch die Bildwiederholfrequenz am HDMI-Eingang wird angezeigt. Insgesamt könnte der Bedienkomfort im TV-Betrieb – vor allem bei Sat-Empfang – aber noch etwas intuitiver und übersichtlicher von der Hand gehen. Im Digitalkabel sind die Sender bei unserem Testexemplar immerhin schon alphabetisch sortiert, verschlüsselte Sender werden aber nicht extra gekennzeichnet und lassen sich auch nicht ausblenden.
3D-Ausstattung
Nicht im Lieferumfang enthalten: Samsung-Shutterbrillen.
Hier lautet die erste und wichtigste Frage: Befinden sich Shutterbrillen im Lieferumgang? Nein, leider nicht. Die zum Konsum von dreidimensionalen Bildern zwingend notwendigen Brillen kosten extra, und zwar rund 100 Euro pro Stück. Für Familien mit Kindern kann das ganz schön teuer werden. Nun aber Brille auf und die ersten Eindrücke und Testergebnisse schildern – jetzt wird’s spannend...
Echtes 3D bei Filmen
Erstes und bislang einziges Testobjekt, weil es momentan noch keine anderen 3D-Blu-rays gibt: „Monsters und Aliens“. 3D-Player auf (Samsung BD-C 6900), Disc rein, Brille auf – wow, genial! Die Raumwirkung wirkt sehr realistisch und nicht zu aufdringlich. Als besonders imposant empfinden wir den Eindruck der Hängebrücke, die extrem realistisch und eindrucksvoll wirkt. Wie stark Objekte aus dem Fernseher herausragen und auf den Betrachter zukommen, hängt allerdings stark vom jeweiligen Film ab. Im Kino ließ sich zum Beispiel beobachten, dass „Avatar“ durch mehr Tiefenwirkung und aufwendigere Effekte spektakulärer als „Alice im Wunderland“ wirkt. Diese Beobachtung lässt sich eins zu eins aufs Heimkino übertragen.
Außerdem stellten wir fest, dass der Genuss von echtem 3D-Material wie „Monsters und Aliens“ augenschonender als der Konsum von konvertiertem 2D-Material (siehe weiter unten) ist. Als störend entpuppt sich jedoch in allen Fällen der insgesamt dunklere Bildeindruck durch den starken Lichtverlust (siehe folgender Kasten), und auch ein gelegentliches leichtes Flackern fiel negativ auf. Dennoch empfinden wir die 3D-Bilder als äußerst faszinierend und als neues Erlebnis in den eigenen vier Wänden.
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| Die Bildqualität im 3D-Betrieb Die 3D-Technik hat auch Nachteile, wie unsere Messungen eindeutig belegen. Vor allem die Helligkeit und die Farben verschlechtern sich, Kontrast und Bewegungsschärfe verändern sich hingegen kaum. Während im normalen 2D-Betrieb Leuchtdichten von rund 300 Candela pro Quadratmeter üblich sind, sinkt der Wert im 3D-Modus und knapp 45 Candela. Bei Tageslicht ist das problematisch, im dunklen Raum reicht es trotzdem für eine ausreichend brillante Bildwahrnehmung. Doch woher kommt der massive Lichtverlust? Zwei Gründe: Erstens durch die Brille selbst. Und zweitens – und noch wichtiger – durch die Ansteuerung des Panels.
Neben der reinen Lichtstrommessung durch die Brille untersuchten wir mit Hilfe eines Licht/Spannungswandlers und Oszilloskops auch die Zeitspanne, in der Weiß auf dem einen Auge ausgesendet wird, während das andere Auge auf Schwarz geschaltet ist. Ergebnis: In der Zeitspanne von 50 Millisekunden kamen drei Weißimpulse durch die eine Brillenseite, was 60 Hertz entspricht. Somit liegt die Zeitspanne – zumindest in der Theorie – bei 8,33 Millisekunden pro Auge. In der Praxis wurden davon jedoch nur 3,7 Millisekunden genutzt. Der heftige Lichtverlust erklärt sich also mit der in dieser kurzen Zeit relativ langen Reaktionszeit zur Darstellung von Weiß.
Immerhin fällt das Ergebnis aber besser aus als bei PC-Bildschirmen mit Nvidia-Shutterbrille. Denn dort verkürzt die Brille die Länge des Weißimpulses zusätzlich und sorgt so für einen Lichtverlust von über 90 Prozent.
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Umrechnung von 2D- in 3D-Material
Der Samsung UE 46 C 7700 kann neben echten 3D-Bildquellen alle möglichen Medien (Videos und Fotos über USB, TV-Sendungen, DVDs, Blu-rays) in räumliche Bilder umwandeln. Natürlich muss man dazu auch die Shutterbrille aufsetzen, sonst geht gar nichts in dieser Hinsicht. Die künstlich erzeugten 3D-Bilder überraschen positiv mit einer tollen Tiefenwirkung, weisen aber auf der anderen Seite auch Fehler auf, wobei vor allem Doppelkonturen und fehlerhafte perspektivische Anordnungen zu nennen sind. So wirkten zum Beispiel vorausfahrende Fahrzeuge in einer TV-Doku über die Autobahnpolizei in Relation zu ihrer Entfernung zu flächig, während Autobahnschilder durch leichte Doppelkonturen unscharf aussahen.
3D-Spiele
Natürlich mussten wir auch eine Runde mit der Playstation 3 zocken, klar. Als Testobjekt diente „Avatar“ in 3D, das auf dem Kinofilm basierende Action-Game. Vor dem Spielen müssen Fernseher und Game erst mal auf einen 3D-Modus synchronisiert werden, was ein bisschen mühsam ist. Doch angesichts der raumfüllenden Bilder macht das gar nichts: Die Rotorblätter eines Hubschraubers ragen weit ins Zimmer, durch Schüsse auf Grasbüschel regnen grüne Halme in den Raum – echt beeindruckend! Doch wo Licht ist, ist auch der Schatten nicht weit: Ab und zu tauchen – wie auch in Filmen – Doppelkonturen auf. Und da 3D-Spiele mehr Rechenpower benötigen, kann es manchmal – auch nicht gerade toll – zu Ruckeleinlagen kommen.
Bildqualität bei Standard-Signalen

Dunkles Grau erscheint zu bläulich, ansonsten gelingen alle Farben.
Natürlich haben wir den Samsung auch den Testparcours für zweidimensionale Fernseher durchlaufen lassen. Bei Standard-Signalen zeigt er mit unseren optimierten Einstellungen ein natürliches TV-Bild. Der Tuner holt aus allen Empfangswegen das Optimum heraus. Spielt man 576i-Standard-Signale über HDMI zu, zeigen Fernseh- und Filmbilder eine gute Schärfe und Vollbildverwebung. Auch die Farben sehen glaubwürdig aus, wenngleich sie nicht ganz an unseren Referenzmonitor, den Pioneer KRP-500 herankommen, weil sie einen leichten Gelb-Grün-Stich aufweisen. Dieser Farbstich lässt sich mit etwas Geduld und Hintergrundwissen mit den umfangreichen Bildreglern beheben.
In Schwarz-Weiß-Streifen wie „Casablanca“ macht sich die unregelmäßige Grautreppe bemerkbar. Dunkles Grau erscheint etwas zu bläulich (Farbtemperatur 9.100 Kelvin), während helles und mittleres Grau eine konstante, aber leicht zu niedrige Farbtemperatur (6.300 Kelvin) aufweisen.
Bildqualität bei hochauflösenden Signalen

Dieses Diagramm zeigt, wie sich Helligkeit (rot) und Kontrast (gelb) aus der Perspektive seitlich sitzender Zuseher verändern. Typisch LCD-Fernseher: Kontrast und Farben (im Diagramm nicht sichtbar) verschlechtern sich.
Daumen hoch: HDTV-Signale sehen sowohl über den Tuner als auch von Blu-ray erstklassig aus. Auch dunkle Bilder gelingen gut, wie die Nachtaufnahme der Yacht im fünften Kapitel von „Casino Royale“ zeigt – sie sieht selbst in heller Umgebung kontrastreich und brillant aus. Im dunklen Heimkino fallen hingegen der nur durchschnittliche Im-Bild-Kontrast sowie fleckiges Restlicht negativ auf. Dank der starken Lampenabdunklung in düsteren Szenen schafft unser Testkandidat allerdings einen sehr hohen On/Off-Kontrast, der sich in heller Umgebung aber nachteilig auf die optimale Erkennbarkeit von dunklen Bilddetails auswirkt.
Um eine Bewegungsdarstellung wie im Kino zu erreichen, sollten Sie die 200-Hertz-Schaltung des Koreaners so einstellen, wie wir dies im weiter unten stehenden Kasten „Ideale Einstellungen“ empfehlen. Wer hingegen überhaupt nicht auf das typische Kino-Ruckeln steht, kann die Schaltung auch auf perfekt fließende Bewegungen einstellen. Doch das hat eine leichte Nebenwirkung: gelegentlich auftretende Halo-Effekte.
Als besonders gut stellte sich die Schärfe bei schnellen Schwenks in TV-Material heraus. Dazu muss man lediglich „LED-Motion Plus“ aktivieren und die Unschärfe-Minderung auf Maximum stellen. Dann übertrumpft der Samsung sogar die aktuellen Sony-Fernseher mit 200 Hertz – und sogar den Pioneer-Plasma. Wer „LED-Motion Plus“ ausschaltet, muss zwar mit einer etwas schlechteren Bewegungsschärfe klarkommen, gewinnt auf der anderen Seite aber auch 25 Prozent mehr Helligkeit. Bei entsprechend reduzierter Grundhelligkeit spart das eine Menge Strom.

Mit diesen Menü-Einstellungen verbessern Sie die Durchzeichnung dunkler Passagen und sorgen zudem für eine natürliche 24p-Darstellung.
AV-Modus: Film
Kontrast: 88
Helligkeit: 42
Farbe: 50
Farbton (G/R): G50/R50
Schärfe: 6
Schwarzton: aus
Optimalkontrast: aus
Gamma: 0
Farbraum: Auto
Kantenglättung: aus
xvYCC: aus
LED Motion Plus: aus
Farbtemp.: warm 2
Digit. Rauschfilter: aus
MPEG-Rauschfilter: aus
Filmmodus: Auto 1
Schattendurchzeichnung: +2
Größe: Bildschirmanpassung
200 Hz Motion Plus: Benutzerdefiniert – Unschärfe-Minderung 10, Judder-Minderung 0
* optimiert auf naturgetreue HDTV-Wiedergabe über den HDMI-Eingang in dunkler Umgebung.





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