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Philips HDTV Highlights

 

 

Philips HDTV: Net TV
Die Philips HDTV Fernseher mit „Net TV" bieten gleich zwei Wege ins Internet an: Zum einen organisiert Philips ein eigenes „Net-TV"-Portal. Auf dem tummelten sich zu Redaktionsschluss bereits rund 60 Anbieter von Inhalten - in Deutschland etwa YouTube, das Groschenblatt „Bild", aber auch die Nachrichten der „Tagesschau".

Philips HDTV Bildschirme nutzen für diese Angebote die herstellerübergreifende Seitenbeschreibungssprache CE-HTML. Die ist für die Darstellung auf TV-Bildschirmen (und die üblichen Abstände von Couch zum Bildschirm) optimiert.

Wer sich auf der Plattform tummeln darf, bestimmt Philips - der Kunde kann aber die Dienste nach seinen Vorlieben gruppieren oder auch ganz aus der Liste werfen. Jenseits des Portals kommt der Couch-Surfer mit den Philips-Net-TVs per eingebautem Webbrowser weiter - mit ihm lassen sich beliebige Seiten des WWW aufrufen. Nach den Erfahrungen von Televisions.de ist die Eingabe der entsprechenden Adressen (URLs) per TV-Fernbedienung etwas umständlich - aber machbar.

Da übliche Internetseiten nicht für den TV-Bildschirm optimiert sind, kann es sein, dass der Betrachter öfter einmal auf- oder abblättern oder zoomen muss. Zudem verstehen die Browser der Philips-Net-TVs nicht aller Arten von Multimediadateien in Webseiten. Immerhin: Andere TVs können mit konventionellen Netzinhalten gar nichts anfangen.

 

Philips Net TV

 

Philips HDTV: 100/200 Hertz
Philips war schon zu Bildröhrenzeiten ein 100-Hertz-Pionier. Den wuchtigen Glaskolben sollte 100 Hertz das Großflächenflackern abgewöhnen. Flüssigkristallbildschirme flackern aus Prinzip nicht - hier soll 100 Hertz dafür sorgen, dass Objekte sich flüssiger bewegen.

Bei Philips HDTV Geräten hilft hier zusätzlich die Bewegungsvorhersage „HD Natural Motion" beziehungsweise „Perfect Natural Motion" nach. An den bisherigen Philips HDTVs wirkte die Bewegungsvorhersage bei Bildern von der TV-Kamera, also Shows oder Sport, überaus segensreich.

Mit Film-Quellmaterial waren die Meinungen übers Resultat geteilt: Zum einen verlieren Spielfilme eine Teil ihrer charakteristischen Optik und wirken wie ein Videoclip. Zum anderen stellten komplexe Filmsituationen (Kamerafahrten, durchs Bild laufende Jogger, Gartenzäune) die Technik vor unlösbare Aufgaben. Die Folge: sichtbare Blockartefakte.

Die aktuelle Generation der Philips-Technik soll rechenstark genug sein, um diese Schwächen zu vermeiden - Televisions.de wird dies in den Tests der Geräte selbstverständlich überprüfen. Die Top-Modelle des Philip HDTV Sortiments bringen statt 100- gleich 200-Hertz-Technik mit. Während Modelle von Sony und Samsung in ihren 200-Hertz-TVs tatsächlich 200 Bilder pro Sekunde errechnen, lässt es Philips bei 100 Bildern/Sekunde, unterbrochen von eben so vielen Dunkelphasen. Das soll den Kontrast verbessern.

 

Philips HDTV: Pixel Plus HD/Pixel Precise HD
Ebenfalls schon seit Bildröhrenzeiten ist diese Technik ein Philips-Extra - zwischenzeitlich hat es viele Konkurrenten zu ähnlichen Schaltungen inspiriert. Die zunächst als „Pixel Plus" gestartete Technik versucht nicht weniger als ein Ding der Unmöglichkeit: Sie soll aus dem ankommenden TV-Bild mehr Details herausholen, als in ihm stecken. Klar - wo nichts ist, ist nichts. Aber man kann dem menschlichen Auge geschickt etwas vorgaukeln.

Televisions.de empfiehlt den Einsatz der Technik mit Bedacht: Wenn es darum geht, konventionelle Bilder in der Standard-PAL-Auflösung an einen Philips HDTV Bildschirm anzupassen, muss ohnehin gerechnet („skaliert") werden. Wenn es Pixel Plus HD und Pixel Precise HD schaffen, subjektiv die Lücke zwischen Standard- und HDTV zu verringern - warum nicht? Mit HD-Quellmaterial, also Blu-ray-Discs oder entsprechenden HDTV-Sendungen, würde Televisions.com aber auf den Bildverschärfer verzichten.

 

Philips HDTV: 1080p
Um zu verstehen wie das 1080p-Format in einem Philips HDTV Fernseher funktioniert, informieren wir Sie hier über die Grundlagen. Klassische Fernsehdienste haben weltweit denselben Geburtsfehler: den Zeilensprung. Konkret: Ein TV-Sender in Europa übermittelt pro Sekunde 25 Bilder. Diese 25 Bilder werden aber nicht als vollständige, „progressive" Bilder ausgestrahlt, sondern als 50 Halbbilder.

Die TV-Kamera teilt das Motiv in waagrechte Zeilen ein. Zunächst tastet sie alle Zeilen mit ungerader Nummer ab - also die erste, dritte, fünfte und so weiter. Sie formen das erste Halbbild. Das zweite Halbbild besteht aus allen Bildzeilen mit gerader Nummer - 2, 4, 6 und folgende.

Auf althergebrachten Röhren-TVs werden die Bilder auch genau so wieder geschrieben. Als diese Technik entwickelt wurde, waren Bildröhren klein, lichtschwach und auch nicht übermäßig scharf. Die Nachteile des Zeilensprungs - Flimmern entlang waagerechter oder schräger Linien - störten kaum. Je größer und heller die Bildschirme werden, desto mehr fallen sie auf.

Hinzu kommt: Aus technischen Gründen arbeiten LCD- wie Plasma-TVs ohnehin immer progressiv - das gilt auch für Philips HDTV Fernseher. Ideal wäre es also, wenn in Zukunft auch Fernsehbilder progressiv aufgenommen und gesendet würden - und zwar in voller HDTV-Auflösung, also mit 1920 x 1080 Bildpunkten, kurz: 1080p.

Spielfilme auf Blu-ray-Disc werden schon so gespeichert - hier gibt's 1080p mit der originalen Kino-Bildrate von 24 pro Sekunde. Flach-TVs wiederholen - je nach Modell - jedes der Film-Bilder zwei-, drei- oder viermal. Viele HD-Camcorder und Digitalkameras mit Videofunktionen filmen ebenfalls progressiv - je nach Hersteller mit 24, 25 oder 30 Bildern pro Sekunde. Nicht immer nehmen die Kameras aber mit 1080p-Auflösung auf - oft gibt's nur 720p, also 1280 x 720 Bildpunkte. Auch die öffentlich-rechtlichen TV-Stationen in Europa haben sich für ihre HDTV-Kanäle für 720p entschieden - hier allerdings mit 50 Bildern pro Sekunde.

Das Ideal ist natürlich 1080p mit 50 oder 60 Bildern pro Sekunde - denn das bedeutete volle, flimmerfreie Schärfe und beste Bewegungsdarstellung. Weder die Studio- noch die Sendetechnik sind dafür zurzeit durchgehend gerüstet. Wer allerdings per HDMI-Kontakt einen modernen Computer mit einem Flach-TV verbindet, braucht schon jetzt 1080p mit 50 oder 60 Hertz - denn das liefert die PC-Grafikkarte an. Laut Philips verstehen die aktuellen Flach-TVs des Hauses sämtliche zurzeit gebräuchlichen 720p- und 1080p-Formate.

Die 1080p-Darstellung gelingt auch nach unserer Testerfahrung mit aktuellen Philips HDTV Modellen reibungslos. Alles andere wäre auch sehr beschämend, denn ein Fernseher mit 1080p-Auflösung sollte 1080p-Signale natürlich auch reibungslos darstellen können.

 

 

An diesem Artikel zu Philips HDTV waren beteiligt:
Autor(en): Karl-Gerhard Haas
Verantwortlicher Redakteur: Florian Friedrich
Fotos: Hersteller und AV T.O.P. Messtechnik GmbH
Letzte Aktualisierung: September 2009
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