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Panasonic TX-P 42 S 10 E
Wer keine Unsummen für einen Full-HD-Plasma ausgeben möchte, greift gerne zu Panasonics 42-Zöller TX-P 42 S 10 E, der im Mai 2009 auf den deutschen Markt kam. Denn den kann man im Internet schon für 600 Euro absahnen, während der empfohlene Herstellerpreis bei 1.000 Euro liegt.
Getestet von Florian Friedrich am 3. März 2010
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super Bild in dunkler Umgebung
hohe Bewegungsschärfe
saubere 24p-Darstellung
komfortabler TV-Betrieb
abschaltbarer Overscan
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eingeschränkte Helligkeit
hoher Stromverbrauch
Zeilenflimmern bei Filmen mit 576i/1080i
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Die perfekte Wahl für Käufer, die einen günstigen, aber dennoch modernen Heimkino-Fernseher suchen: tolle Farben, hoher Kontrast, super Bewegungsschärfe. Wer mit dem hohen Stromverbrauch und der begrenzten Helligkeit leben kann, sollte zulangen.
Wichtigste Anschlüsse:
3x
1x
2x
1x
Multimedia
Die multimedialen Extras beschränken sich – wie schon beim fast gleichnamigen LCD-Modell Panasonic TX-L 42 S 10 E – auf AVCHD-Camcorder-Videos und JPEG-Fotos von der SD-Speicherkarte.
Sonstige Ausstattung
Gut beschriftet und leicht zugänglich: die Anschlüsse auf der Rückseite.
Klar, dass man bei einem Listenpreis von 1.000 Euro nicht alles haben kann. So müssen Käufer auf einen Drehfuß verzichten, der bei teureren Panasonic-Modellen zum Einsatz kommt. Auch Internet-Extras à la YouTube oder erweiterte Bildregler suchen wir vergeblich, aber immerhin gibt es einen Lichtsensor für die optimale Bildeinstellung. Die Leuchtkraft und damit auch der Stromverbrauch hängen im „Eco Mode“ ganz von der Umgebungshelligkeit ab, und das Bild bleibt bei Tageslicht trotz seiner begrenzten Helligkeit noch erkennbar.
Generell ist der Panasonic aber sehr stromhungrig: In dunklen Szenen kommt er zwar mit 100 Watt aus, in hellen Bildern genehmigt er sich aber gerne mal über 300 Watt. Im Unterschied zum fast gleichnamigen LCD-Modell sorgt eine 400-Hertz-Bewegungsverbesserung für ein scharfes Bild bei Kameraschwenks.
Handhabung
Groß und schwer, ansonsten aber gut in der Handhabung: die Fernbedienung.
Der Programmführer (EPG) und das Menü entsprechen hingegen dem des LCD-Modells, und zwar mit allen Stärken und Schwächen: Während bei DVB-T und – je nach Kabelanbieter – auch bei analogem Empfang ein toller „Guide Plus+“-EPG hilft, informiert im digitalen Kabel lediglich eine Sparversion über die laufende und folgende Sendung. Die Sendernavigation funktioniert – typisch Panasonic – vorbildlich, Senderwechsel gelingen schnell. Auch am Menü und an der Fernbedienung gibt es nichts auszusetzen.
Bildqualität bei Standard-Signalen
Hier wählt man am besten die Voreinstellung „Normal“, auch wenn man die Schärfe etwas senken und die Farbtemperatur auf „Warm“ einstellen muss (siehe „Ideale Einstellungen“). Im „Kino“-Modus stimmt zwar die Farbtemperatur, das Bild wirkt aufgrund des Gammawertes von 1,8 aber zu aufgehellt und milchig – und den Vorgaben der EBU (European Broadcasting Union) entspricht es auch nicht.
Mit sinnvollen Korrekturen im „Normal“-Modus ergibt sich ein richtig gutes Tunerbild, das den meisten Fernsehern in dieser Preisklasse überlegen ist. Analog zeigt es ein feinporiges Rauschen, digital überzeugt es mit einer detailreichen, feinen Darstellung, wenn man den Bildbeschnitt (Overscan) deaktiviert.
In puncto Bewegungsdarstellung macht der Panasonic-Plasma eine gute Figur, dank der „Intelligent Frame Creation“ bleiben auch schnelle Laufschriften gut lesbar. Die AV-Eingänge liefern ein scharfes Bild, wobei leider ein Filmmode fehlt. Dadurch kann es bei manchen DVDs wie „Sechs Tage, sieben Nächte“ zu einem Flimmern kommen, wenn der Japaner mit Zeilensprung-Signalen (576i oder 1080i) beliefert wird.

Leicht erweiterter Farbraum beim TX-P 42 S 10 E.
Obwohl der Farbraum leicht erweitert ist, sehen die Farben glaubwürdig aus – kleine Makel fallen lediglich im Direktvergleich mit unserem Referenzfernseher, dem Pioneer-Plasma KRP-500, auf. Der Pioneer zeigt die Weißbiergläser beim Sonntagsstammtisch im Bayerischen Fernsehen mit einem wunderbaren Kupferton, während unser Testkandidat dem Bier einen unglaubwürdigen Grün- und Gelbstich verpasst.
Bildqualität bei hochauflösenden Signalen
Im Vergleich mit LCD-Fernsehern kann die maximale Helligkeit in großflächig hellen Bildern nicht mithalten. Außerdem schluckt der Schirm auftreffendes Licht nicht besonders gut, was dazu führt, dass er nur in dunkler Umgebung sein volles Können demonstrieren kann. In komplett dunklen Räumen überzeugt er dann jedoch mit einem satten und farbneutralen Schwarz, das sich auch bei seitlicher Betrachtung nicht aufhellt. Auch dunkle, kontrastarme Motive sehen akzentuierter als bei der LCD-Konkurrenz aus, und dadurch entsteht ein filmischerer Eindruck, den vor allem Heimkino-Fans zu schätzen wissen.
Fehlerfrei und originalgetreu gelingt auch die 24p-Darstellung, und zwar mit höchster Kantenschärfe. Eine Glättungsschaltung ist allerdings nicht an Bord, das typische Filmstottern lässt sich also nicht bekämpfen. Im Vergleich mit den teureren Panasonic-Plasmas mit 600-Hertz-Technik fällt auf, dass typische Plasma-Artefakte wie Flackern in hellen Bildern oder Abstufungseffekte etwas stärker ausgeprägt sind. Doch das trübt den insgesamt sehr filmischen und positiven Gesamteindruck kaum.
Tonqualität
Die indirekt abstrahlenden Einbaulautsprecher klingen bei Musik zwar stressfrei, verfärben aber auch. Die Bässe neigen bei höheren Lautstärken zum Verzerren.

Die von uns empfohlenen Einstellungen optimieren Farbtemperatur und Feinzeichnung. Gleichzeitig wird der Overscan minimiert.
AV-Modus: Normal
Kontrast: 47
Helligkeit: +1
Farbe: 37
Schärfe: 0
Farbton: warm
PNR: aus
Overscan: aus
Colour Management: aus
* optimiert auf originalgetreue HDTV-Wiedergabe über den HDMI-Eingang in dunkler Umgebung.


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