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LG

LG LCD TVs

 LG 42 LH 4000

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LG 42 LH 4000

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LG 42 LH 4000
 
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Florian FriedrichLGs 42 Zoll großer LH 4000 zählt zur gefragten Klasse der Tausend-Euro-Fernseher und befindet sich seit Frühling 2009 auf dem deutschen Markt. Anfang 2010 konnten wir den Koreaner bereits für unter 650 Euro im Internet entdecken. 

 

Getestet von Florian Friedrich am 17. März 2010

 

Was uns gefiel

gute Farbabstimmung
prima Videoverarbeitung
saubere 24p-Darstellung
ansprechende Bewegungsschärfe
viele Bildregler

 

Was uns nervte

geringer Kontrast
zu weiches Tunerbild
unkomfortable TV-Bedienung

 

Urteil der Testjury

Viel Gegenwert für tausend Euro: Der LG glänzt mit viel Helligkeit, einer guten Videoverarbeitung, vielen Bildreglern und guten Lautsprechern. Leider zeigt er im Heimkino einen zu geringen Kontrast und beim Fernsehen ein zu weiches Bild. Auch der Bedienkomfort des Tuners enttäuscht.

 


Wichtigste Anschlüsse:

HDMI 3x  YUV 1x  Scart 2x  VGA 1x


 

 

Multimedia

Über seine USB-Schnittstelle kann der LG 42 LH 4000 Digitalfotos und MP3-Musik wiedergeben. Die Farben fallen bei der Fotowiedergabe allerdings etwas zu knallig aus. Mehr Multimedia war bei diesem Preis nicht drin.

 

Sonstige Ausstattung

Fernbedienung

Übersichtliche und rutschfeste Fernbedienung. Das Cursor-Kreuz und die Bildformat-Taste sitzen allerdings etwas zu weit oben.

 

Toll, so viele Bildregler sind in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich! So lässt sich zum Beispiel die Farbtemperatur für zehn Helligkeitsbereiche einstellen, wodurch mit einem Farbmessgerät ein genauer Abgleich der Farbbalance gelingt.

Hinzu kommen noch separate Schärfefilter für vertikale und horizontale Bildstrukturen sowie Einstellmöglichkeiten für Gamma und Mischfarben. Fein: Integrierte Testbilder und elektronische Farbfilter helfen bei der korrekten Bildeinstellung.

 

Anschlussfeld

Nicht ganz vollständig: das Anschlussfeld des LG. Wir vermissen einen S-Video-Eingang und einen Line-Out-Anschluss.

 

Bei den Anschlüssen haben die koreanischen Techniker allerdings an der Kostenschraube gedreht: Wir vermissen S-Video und Line-Out. Auch bei der Tunerbestückung wurde gespart: Digitale Kabelsender (DVB-C) kann unser Testkandidat nur bei finnischer Ländervorwahl empfangen. Da es auch keinen CI+-Schacht gibt, kann er nicht alle HD-Sender im Kabel verarbeiten.

 

Handhabung

Das übersichtliche Menü informiert über Auflösung und Bildwiederholrate des Videosignals. Der Komfort im TV-Betrieb lässt jedoch zu wünschen übrig, weil die Senderlisten alles andere als vernünftig vorsortiert sind. Als ebenfalls nervig empfinden wir die Tatsache, dass sich über den Ziffernblock nur die digitalen Sender aufrufen lassen, wenn man analoge und digitale Signale gleichzeitig empfangen möchte.

Außerdem stört, dass der LG bei Teletext immer mit voller Lampenleistung strahlt, was wir – vor allem abends – als unangenehm blendend empfanden. Doch genug gemotzt, eine Sache wollen wir auch lobend hervorheben: die Q.VIEW-Taste. Sobald man diese drückt, erscheint der Verlaufsspeicher der zuletzt gesehenen Sender auf dem Bildschirm – fein!

 

Farben

CIE Diagramm

Annähernd ideale Farbtemperatur und stimmiger Farbumfang beim LG.

 

Unsere Farbmessungen bescheinigen dem LH 4000 eine fast ideale Farbtemperatur von 6.400 Kelvin (Mittelwert) und einen stimmigen Farbumfang. Im Praxistest mit diversen Blu-rays fiel auf, dass Hauttöne einen leichten Gelb- und Grünstich aufweisen. Dieses kleine Manko lässt sich allerdings beheben, wenn man im „Expert“-Modus „Farbskala breit“ wählt.

 

Kontrast

Leider leidet auch der LG – wie fast alle preiswerten LCD-Kollegen – an einem niedrigen Kontrast von weniger als 1.000:1 innerhalb eines Bildes. Deshalb entfalten Nachtszenen zum Beispiel kaum Tiefenwirkung – das bläuliche Restlicht stört. Das Bild wirkt rein subjektiv kontrastreicher, wenn man den Raum nicht komplett abdunkelt und den mehrstufig schaltbaren „dynamischen Kontrast“ einschaltet. Dieser verfälscht das Bild allerdings: Kontraste werden härter, Licht und Schatten betont und schlechter nuanciert dargestellt.

 

Bildqualität bei Standard-Signalen

Unter den zahlreichen Voreinstellungen wählen wir den „Expert“-Modus, da dieser die meisten aktiven Bildregler zu bieten hat. Überhaupt keine Regler besitzt hingegen der „Intelligenter Sensor“-Modus – der LH 4000 analysiert das Bildmaterial und das Umgebungslicht selbstständig und justiert das Bild entsprechend. Das funktioniert erstaunlich gut, wie wir finden, doch als Profis möchten wir natürlich selber am Bild herumtüfteln. Im „Expert“-Modus weisen analoge wie auch digitale TV-Bilder kaum Saumkanten auf und wirken ziemlich natürlich. Allerdings – das wollen wir nicht verschweigen – sehen alle TV-Bilder etwas weicher wie auf den Displays der Konkurrenz aus. Feine Details flimmern zudem manchmal.

Spielt man 576i-Material über HDMI zu, schafft der 42-Zöller ein optimales Bild – das Umwandeln der eingespeisten Halbbilder in Vollbilder gelingt ihm selbst in kritischen Filmszenen flimmerfrei. Schnelle Bewegungen bildet der Koreaner bei reduzierter Helligkeit ohne ein Verschmieren ab.

Wenn man die 100-Hertz-Schaltung („TruMotion 100“) aktiviert, verschwinden Filmstottern und Doppelkonturen bei TV-Material. Dabei entstehen allerdings die üblichen Artefakte (Rauschsäume), weil sich nicht alle Bewegungsphasen präzise rekonstruieren lassen.

 

Bildqualität bei hochauflösenden Signalen

An der HD-Videoverarbeitung gibt es nichts auszusetzen – sie liefert bei verschiedenen Bildwiederholraten und Auflösungen ein sauber skaliertes und feines HD-Bild. 24p-Signale aus dem Blu-ray-Player zeigen das originalgetreue Kinostottern, können auf Wunsch aber auch mit der TruMotion-Schaltung geglättet werden. Die Bewegungsverbesserung zeigt allerdings Schwächen bei HDTV-Dokumentationen mit 60 Hertz, denn hier stottert das Bild leicht, was nicht sein dürfte.

 

Tonqualität

Die eingebauten Lautsprecher klingen nicht nach Billig-Glotze, obwohl sie indirekt abstrahlen und durch leichte Klangverfärbungen auffallen. Ihr Grundton ist – und darauf kommt es an – sehr kräftig und erlaubt auch höhere Lautstärken.

 

Ideale Einstellungen*

 

Bildeinstellungen

 

Die von uns ermittelten Einstellungen im LG-Menü verbessern die Darstellung von Hauttönen und minimieren den Bildbeschnitt (Overscan).


AV-Modus: Expert 1

 

Bildformat: Just Scan

 

Kontrast: 89

 

Helligkeit: 55

 

H-Schärfe: 50

 

V-Schärfe: 51

 

Farbe: 53

 

Tint: 0

 

Gamma: mittel

 

Schwarzwert: tief

 

Echtes Kino: ein

 

Farbskala: breit

 

Konturenverstärkung: tief

 

Rauschunterdrückung: aus

 

Dynamischer Kontrast: aus 

 

* optimiert auf originalgetreue HDTV-Wiedergabe über den HDMI-Eingang in dunkler Umgebung.

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