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Grundig Fine Arts LED-TV 40" GBH 9040
Seit Herbst 2009 auf dem deutschen Markt und mit 1.700 Euro Listenpreis nicht gerade preiswert: Grundigs edler Full-HD-LCD-Fernseher Fine Arts LED-TV 40“ GBH 9040. Im Internet kann man den attraktiven Fernseher nur wenige Monate nach Markteinführung bereits für 1.300 Euro bekommen.
Getestet von Florian Friedrich am 26. März 2010
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hoher Kontrast
gute Bewegungsschärfe
geringer Stromverbrauch
prima Bild bei RGB-Zuspielung
Aufnahme per USB-Speicher möglich
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schlechte Voreinstellungen für Heimkino-Betrieb
24p-Bild mit 3:2-Pulldown-Ruckeln
fehlerhafte Videoverarbeitung bei YCbCr-Zuspielung
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Die Traditionsfirma Grundig ist mit ihren Fernsehern wieder auf dem richtigen Weg – der GBH 9040 bietet einige tolle Funktionen, einen verhältnismäßig hohen Kontrast und bei RGB-Zuspielung ein richtig gutes Bild. Leider macht ihm die schwache Betriebssoftware einen dicken Strich durch die Rechnung, doch Grundig hat bereits ein Software-Update angekündigt.
Wichtigste Anschlüsse:
4x
1x
1x
1x
Multimedia
Mit seinem Listenpreis von 1.700 Euro gehört der Grundig zu den teureren 40-Zöllern auf dem Markt. Dieser Preis kommt auch durch ungewöhnliche Ausstattungsmerkmale (Aufnahme per USB), sein vier Zentimeter tiefes Gehäuse und seine effektive LED-Hintergrundbeleuchtung zustande.
In Sachen Multimedia setzt Grundig mit der USB-2.0-Schnittstelle ein technisches Highlight. Denn über sie lassen sich nicht nur Multimedia-Dateien wie DivX abspielen, sondern auch USB-Aufzeichnungen von entsprechenden Set-Top-Boxen. Bei Digitalempfang zeichnet unser Testkandidat selbst auf dem USB-Speicher auf, die Programmierung geht mit Hilfe des elektronischen Programmführers leicht von der Hand – ein richtig tolles und innovatives Feature, wie wir finden.
Gleichzeitiges Aufnehmen und Abspielen funktioniert allerdings nur in engen Grenzen: Im Time-Shift wird maximal zehn Minuten lang aufgenommen. Bei Aufnahmen von Hand sieht man lediglich das Live-Bild und kann weder springen noch stoppen.
Sonstige Ausstattung und Handhabung
Komplettpaket: Anschlussbuchsen in Hülle und Fülle – lediglich die eine einzige Scart-Buchse erscheint uns ein bisschen mickrig.
Der eingebaute Tuner kann analoges wie auch digitales Kabel empfangen (inklusive HDTV), aber auch digitales Antennen-Fernsehen ist möglich. Ein CI+-Schacht fehlt allerdings. In puncto Handhabung müssen wir ein bisschen meckern: Die Senderwechsel dauern etwas zu lange, und eine Programmtauschtaste fehlt. Das Menü sieht sehr modern aus, aber besonders intuitiv ist es leider nicht zu bedienen.
Nicht optimal: Beim Mini-Joystick im Programm/Lautstärke-Ring ist viel Fingerspitzengefühl gefragt.
Bildqualität bei Standard-Signalen
Wir wählen den Modus „Film“ als Basis für ein natürliches TV-Bild, veränderte Einstellungen werden dabei automatisch unter „Benutzer“ abgespeichert. Wir müssen einiges verändern, bis das analoge Fernsehbild ansehnlich wirkt, und auch das digitale TV-Bild glänzt dann mit viel Feinzeichnung.
Spielt man per Scart-RGB zu, liefert der Grundig sogar überdurchschnittliche Qualität. Dummerweise fehlt jedoch ein Filmmode, weshalb in DVDs wie „Sechs Tage, sieben Nächte“ feine Strukturen gerne mal flimmern. Sich schnell bewegende Motive gelingen nahezu unverschmiert, wenn man die Hintergrundbeleuchtung reduziert. Die 100-Hertz-Bewegungsverbesserung sollte man zuschalten, wenn man sich am Filmruckeln (Judder) oder Doppelkanten an schnellen Objekten stört.
Leider bekleckert sich die Videoverarbeitung am HDMI-Eingang nicht gerade mit Ruhm: Bei Verwendung des YCbCr-Farbraums wirken dunkle Bildbereiche matschig, was einen zu düsteren Gesamteindruck hinterlässt. Wer einen Player oder eine Set-Top-Box mit umschaltbarem Farbraum besitzt, ist auf der sicheren Seite, da im RGB-Farbraum ein sauberes Bild mit voller Durchzeichnung und natürlichen Farben lockt. Leider lässt sich die ungleichmäßige Graustufendarstellung nicht verändern: Dunkle Grautöne weisen einen starken Blaustich auf, und Schwarz-Weiß-Filme sehen leicht koloriert aus.
Bildqualität bei hochauflösenden Signalen

Der Grundig weicht bei den Farben von den Vorgaben ab.
Auch bei YCbCr-Signalen von Blu-ray-Playern tritt der oben bereits beschriebene Pegelfehler auf, der das Bild verfälscht. Leider stellen wir bei Blu-ray-Filmen generell eine zu starke Weichzeichnung fest. Testbilder machen schnell klar, woran es liegt: Der Grundig ist nicht dazu in der Lage, eine pixelgenaue Darstellung zu liefern, und dabei gehen feine Details verloren. Auch bei der 24p-Darstellung entdecken wir Schwächen – sie funktioniert nicht originalgetreu. Folge: ungleichmäßiges 3:2-Pulldown-Ruckeln im Vorspann von „Casino Royale“.
Grundig hat jedoch bereits angekündigt, dass sich all diese Kritikpunkte mit einem bald anstehenden Firmware-Update beheben lassen – wir sind gespannt! Denn dann könnte aus dem Grundig Fine Arts LED-TV 40“ GBH 9040 ein erstklassiger Fernseher werden, da er eine wichtige Voraussetzung für ein tolles Kinobild bereits jetzt mitbringt: ein tiefes Schwarz. Der Kontrastwert innerhalb eines Bildes liegt bei über 3.300:1 – und somit fast schon in der Nähe von Plasma-Geräten.
Tonqualität
Die eingebauten Lautsprecher verrichten ordentliche Arbeit: Sie klingen neutral und klar, und zwar sowohl bei Musik wie auch bei Sprache.

Diese Einstellungen im Grundig-Menü optimieren Farbtreue, Detailwiedergabe und Feinzeichnung. Tipp: Am zuspielenden Gerät unbedingt HDMI-RGB einstellen, falls dies möglich ist.
AV-Modus: Benutzer
Helligkeit: 51
Kontrast: 76
Farbe: 51
Schärfe: 13
Farbtemperatur: warm
Rauschreduktion: aus
Brillante Farben: niedrig
Perfect Clear: aus
Dynamischer Kontrast: aus
Dynamisches Backlight: aus
MPEG Artefact Reduction: aus
* optimiert auf originalgetreue HDTV-Wiedergabe über den HDMI-Eingang in dunkler Umgebung.


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